| Spaziergang durch die
Stadt Die Stadtmitte wurde im Jahre 1987 durch Gesetz des Slowakischen Nationalrates zur Städtischen Gedenkreservation erklärt. Sie wird vom Marienplatz mit quadratischer Form mit Abmessungen ca. 100 x 100 m, neun davon auslaufenden Gassen und weiteren zwölf Straßen gebildet, die um den Platz herum einen Kreis bilden. Der Marienplatz ist typisch durch seine Häuser, deren Obergeschosse vorgeschoben sind und darunter entstanden Räume – Arkaden. In den Häusern, wo Läden waren und wo Handwerker arbeiteten, sind bis heute ursprüngliche gotische Keller erhalten geblieben. Die Entstehung des Platzes wird vor 1300 datiert. Alle Häuser hatten bis zum Brand im Jahre 1886 Giebeldächer gehabt. Diese werden heute mit Unterstützung der Stadt erneuert. |
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Statue der Unbefleckten Maria auf dem Marienplatz |
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Die Statue befindet sich auf einem Untergestell mit Relief von St. Florian, Patron der Feuerwehrleute. Bei der Sanierung der Stadt wurden auch zwei historische Brunnen rekonstruiert; das Wasser befindet sich dort ca. 12 m tief. |
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Marienplatz |
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| Das Haus Nr. 1 auf dem Platz ist das Rathaus der Stadt Žilina auf dessen östlichen Seite, obwohl der Eingang in das Gebäude aus der Rathausstraße (Radnièná ulica) ist. |
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Der zweitwichtigste Platz ist der Andrej Hlinka Platz, der sich unter einer Terrasse des Flusses Waag befindet. Auf dem Platz steht eine Andrej Hlinka Statue. Enthüllt wurde sie im Jahr 1994 und ihr Autor ist der Žilinaer Bildhauer Ladislav Berák. Auf dem Untergestell steht geschrieben: Andrej Hlinka – Vater des Volkes. Angenehme Stimmung macht die abgestufte Fontäne. Der Platz ist für verschiedene Kulturveranstaltungen sehr gut geeignet. Auf dem Platz befinden sich Gebäude, wo die Kunstgalerie ihren Sitz hat (an dem Gebäude ist eine Gedenktafel, die an die Gemäldeausstellung von 1903 erinnert), sowie das größte Warenhaus von Žilina – Tesco (ursprünglich Prior). An den Platz knüpft der vor kurzem sanierte älteste Park (1902 bis 1908 entstanden) – die Allee des Slowakischen Nationalaufstandes mit Musikpavillon und Fontäne von Vladimír Kompánek. |
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Allee des Slowakischen Nationalaufstandes |
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Vom Andrej Hlinka Platz kommt man über die Nationalstraße zum Bahnhof. Der erwähnte Platz sowie die Nationalstraße wurden in der ersten Phase der Fußgängerzonensanierung nach 1990 erneuert. |
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Ein bedeutsames Objekt in der Stadt ist die St. Barbara
Kirche in der Straße Hurbanova. Die Barockkirche und das naheliegende
Kloster wurden von den Mitgliedern des Franziskanerordens in den Jahren 1723
bis 1731 gebaut. Sehr wertvoll sind die barocke Innenausstattung und die
Dekoration. In dem Kloster studierten und wirkten viele bedeutsame
Persönlichkeiten, darunter auch der Komponist Edmund Pascha (1714 – 1772). |
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St. Barbara Kirche und Franziskanerordens Kloster |
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Gegenüber der Kirche ist das ehemalige Finanzpalais (heute Zentrale der Ersten Kommunalbank) und die Bacher´s Villa, wo am 12. Dezember 1918 das Ministerium mit Bevollmächtigung für Verwaltung der Slowakei seine Tätigkeit begann, woran die Gedenktafel am Gebäude erinnert. Ein bedeutsames Gebäude in der Straße Hurbanova ist das im Sezessionsstil gebaute Rosenfelder Palais, heute Freizeitzentrum Spektrum. |
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Gegenüber steht die Synagoge, heute Kino Centrum, gebaut lt. Projekt des deutschen Architekten Prof. Peter Behrens. Unweit der Synagoge ist das Sezessionsgebäude der Žilinaer Universität (ehemalige staatliche Realschule) und das im neoklassizistischen Stil gebaute Katholische Haus. In diesem Gebäude war ursprünglich ein Theater, später ein Kino, heute hat hier das Kirchengymnasium seinen Sitz. |
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An der Friedensallee in Bôrik befindet sich die städtische Schwimmhalle, 1963 eröffnet als erstes 50-Meter-Olympia-Schwimmbecken in der Slowakei, auch mit Freibädern. Die Schwimmhalle wurde in den letzten Jahren gründlich saniert und ist für Öffentlichkeit seit 1997 wieder zugänglich. Daneben steht die einzigartige aus Holz gebaute Sporthalle in Bôrik, wo viele bedeutsame internationale Sportveranstaltungen, Konzerte und Ausstellungen stattfinden. In der Halle werden Volleyball- und Basketball- Liga- und Pokalspiele gespielt. Jedes Jahr finden hier Turniere des Mini-Basketball-Festivals BADEM statt. In der Nähe sind mehrere Tennisspielplätze des Tennisclubs Žilina und ein moderner Schießplatz. |
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Neben der Sporthalle ist das Haus der Technik, wo jedes Jahr viele internationale Messen, z. B. Expotour – Slovakia (Tourismusmesse), Sympomech – Expostavmat (Baumesse) und T.I.S. (Telekommmesse) stattfinden. An der Friedensallee befindet sich das Areal des Sportclubs Stavbár (Sporthalle, Fitneßcenter, Hotel). Im Stadtteil Ve¾ký diel erstreckt sich das Areal der Žilinaer Universität mit Unterrichtsräumen, Labors, Wohnhäusern und Gesellschaftsräumen. In der Nähe befindet sich Pa¾ova búda, heute Pastorales Universitätszentrum. In der Nähe des Areals befindet sich die Parkanlage Chras mit einer Fläche von ca. 70 ha. Die Parkanlage zwischen den Siedlungen Vlèince und Solinky ist eine beliebte Erholungszone. Sie bietet Möglichkeiten für Sport (Langlauf) an. Am Anfang der Parkanlage ist eine Kapelle, die zum Andenken der im 1. Weltkrieg gefallenen Žilinaer gebaut wurde. Auf der Siedlung Solinky befindet sich eine Kirche, die dem Guten Hirten geweiht wurde. Dank Arbeit von vielen Freiwilligen und der Unterstützung der Stadt dauerte der Aufbau genau ein Jahr. Im Mai 1999 wurde die Kirche vom Ján Chryzostom Kardinal Korec geweiht. |
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Ein wertvolles Denkmal – die röm.- kath. St. Georg Kirche
im Stadtteil Trnové wird in Dokumenten aus dem Jahr 1582 erwähnt. Es ist ein
Einschiff-Balkenbauwerk im gotischen Stil, das Dach ist mit Schindel bedeckt.
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Im Stadteil Bytèica ist ein Schloß, wo lebte im ampfang dieses
Jahrhundert der Weltberümte violist Ján Kubelík, der Vater des dirigents
Rafael Kubelík. An Waag befindet sich eine Sportanlage mit Stadion, wo die Fußballspieler von MŠK Žilina ihre Spiele spielen, das Vojtech Závodský Winterstadion mit Schlittschuhefahrenstunden für Öffentlichkeit, Tennisspielplätze, Kegelbahn. Ein bedeutsames Bauwerk im östlichen Teil der Stadt ist das Wasserwerk Žilina; der Baulieferant war Váhostav Žilina. Dieses Werk ist für die Energieversorgung der Slowakei sowie die Hochwasservorbeugung unserer Stadt wichtig. Bei Hochwasser im Jahr 1997, also noch vor der Beendung, verhinderte es große Schäden. Die Elektrizitätsherstellung nutzt das Wassergefälle 24,8 m auf zwei Kaplan – Turbinen. Die installierte Turbinenleistung beträgt 72 MW, das Werk produziert jährlich 173 GWh Elektrizität. Die Turbinen wurden von der österreichischen Firma VOEST Alpine Linz hergestellt, Generator von ABB Mailand. Die Wasserfläche beträgt 2,55 km2. Ein guter Blick auf das Wasserwerk biete sich aus der Terrasse an der Straße E 50. In naher Zukunft werden hier sehr gute Bedingungen für Wassersport geschaffen werden. Nicht weit des Wasserwerkes Žilina ist das neue Dorf Mojšová Lúèka, das für die Einwohner der beim Aufbau des Wasserwerkes verlagerten Gemeinde gebaut wurde. Eine zweite Gruppe neuer Häuser befindet sich im Stadtteil Rosinky. Insgesamt wurden 136 neue Häuser gebaut. |
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Text: Dr.Ján Štofko © 2001 |
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